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Telgte: Unternehmen öffnen Türen für Schüler und Lehrer

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Telgte macht Schule, im wörtlichen Sinne. Die Stadt im Kreis Warendorf, etwa zwölf Kilometer östlich von Münster, hat ein Konzept zur Berufsorientierung entwickelt, das über klassische Schulpraktika hinausgeht. Beim sogenannten Unternehmensparcours besuchen Schülerinnen und Schüler lokale Betriebe direkt vor Ort. Auch die Lehrkräfte sind keine Zuschauer.

Schüler erleben Betriebe hautnah

Beim Unternehmensparcours an der Sekundarschule an der Marienlinde und dem Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium erhielten Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen praktische Einblicke in verschiedene Berufsfelder. Sie besuchten Telgter Unternehmen, sprachen mit Fachkräften und lernten Berufsbilder kennen, die im regulären Unterricht kaum vorkommen.

Das Konzept trägt einen eigenen Namen: das Telgter Modell. Es verbindet Schulen, Wirtschaft und Stadtverwaltung. Ziel ist es, jungen Menschen frühzeitig zu zeigen, welche Möglichkeiten der regionale Arbeitsmarkt bietet. Gerd Schumacher, Koordinator für Studien- und Berufsorientierung am Gymnasium, beschreibt das Modell als Chance, die Vielfalt der Telgter Wirtschaft kompakt und kreativ erfahrbar zu machen.

33 Betriebe als Partner der Schulen

33 Betriebe öffneten ihre Türen, um rund 140 Lehrkräften aus dem Gymnasium und der Sekundarschule Einblicke in ihren Arbeitsalltag zu geben. Diese Fortbildung fand im Februar 2026 statt.

Bürgermeisterin Katja Behrendt begleitete die Lehrkräfte persönlich. Auch Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer war dabei.

Lehrkräfte als Multiplikatoren

Die Idee ist einfach. Lehrerinnen und Lehrer, die selbst in Betrieben waren, können ihren Schülerinnen und Schülern anschließend glaubwürdig berichten. Sie kennen die Anforderungen, die Atmosphäre und die konkreten Berufsbilder aus eigener Anschauung. Das macht den Unterricht zur Berufsorientierung konkreter.

Der Unternehmensparcours für Schüler folgt derselben Logik. Statt abstrakter Informationen gibt es direkte Begegnung mit der Arbeitswelt. Wer einen Betrieb einmal von innen gesehen hat, trifft Entscheidungen zur Praktikums- und Berufswahl auf einer anderen Grundlage.

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Ein Modell mit Vorbildcharakter

Telgte hat rund 20.000 Einwohner und gilt vor allem als Wallfahrtsort. Wirtschaftlich ist die Stadt im Münsterland breit aufgestellt. Handwerk, Dienstleistung und mittelständische Industrie prägen das lokale Gefüge. Genau diese Vielfalt ist die Stärke des Telgter Modells.

Für viele Mittelstädte in NRW ist der Fachkräftemangel ein ernstes Problem. Betriebe suchen Auszubildende, Schulen wollen ihren Schülerinnen und Schülern Perspektiven aufzeigen. Das Telgter Modell verbindet beide Seiten strukturiert und dauerhaft. Es ist kein einmaliges Projekt, sondern ein wiederkehrendes Format.

Wirtschaft trägt Verantwortung vor Ort

Dass 33 Betriebe mitmachen, ist kein Selbstläufer. Es erfordert Zeit, Organisation und den Willen, Schule als Partnerin zu sehen. Viele Unternehmen in Telgte haben diesen Schritt gemacht. Sie investieren in die nächste Generation von Fachkräften, lange bevor diese überhaupt eine Bewerbung schreiben.

Die Stadtverwaltung koordiniert, die Wirtschaftsförderung moderiert, die Schulen profitieren. Andere Städte im Münsterland und in NRW könnten sich daran orientieren.

Fazit

Das Telgter Modell zeigt, wie Berufsorientierung funktionieren kann, wenn Betriebe, Schulen und Stadtverwaltung strukturiert zusammenarbeiten. Das schafft Verbindungen, die über den Unterricht hinausgehen. Für den Mittelstand in der Region ist das ein konkreter Beitrag zur Sicherung des eigenen Nachwuchses.

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