Unternehmen aus NRW

Veka-Azubis packen an: Eine Woche für den guten Zweck

Rasen mähen für Senioren, Lebensmittel sortieren in der Tafel, Spielzeug sammeln für Bedürftige oder Hunde ausführen im Tierheim: Die Auszubildenden der Veka AG haben in der vergangenen Woche ihre sogenannte Social Week absolviert. Das westfälische Unternehmen gibt seinen Nachwuchskräften damit bezahlte Arbeitszeit für gemeinnützige Tätigkeiten.

Was hinter der Social Week steckt

Die Social Week ist kein einmaliges Projekt. Sie ist fester Bestandteil des Ausbildungsprogramms bei Veka. Die Azubis suchen sich ihre Einsatzorte selbst aus. Das Spektrum reicht von sozialen Einrichtungen über Tierheime bis hin zu Umweltprojekten.

Veka ist ein international tätiger Hersteller von Kunststoff-Fensterprofilen. Der Hauptsitz liegt in Sendenhorst im Kreis Warendorf. Das Unternehmen gehört zur Veka Gruppe und beschäftigt allein am Stammsitz mehrere hundert Mitarbeitende. Die Ausbildung hat dort einen hohen Stellenwert.

Mit der Social Week verknüpft das Unternehmen zwei Ziele: jungen Menschen gesellschaftliche Verantwortung näherbringen und gleichzeitig konkret vor Ort helfen. Die Aktivitäten finden in der Region rund um den Standort statt.

CSR als Teil der Unternehmenskultur

Soziales Engagement ist bei Veka kein Randthema. Das Unternehmen kommuniziert seine CSR-Aktivitäten aktiv. Dazu zählen Projekte in den Bereichen Umwelt, Bildung, Soziales und Kultur. Allen Projekten gemeinsam ist laut Unternehmensangaben das Ziel, die Lebensqualität in der Region zu verbessern.

Auf den Dächern der Firmensitze betreibt Veka eigene Solaranlagen. Das Unternehmen setzt damit auch beim Klimaschutz auf sichtbare Maßnahmen. Engagement wird nicht nur nach außen kommuniziert, sondern in den Betriebsalltag integriert.

Vorbild für andere Ausbildungsbetriebe?

Das Format Social Week gewinnt in deutschen Unternehmen an Verbreitung. Bekannte Konzerne wie ImmobilienScout24 setzen auf ähnliche Formate, sogenannte Social Volunteering Days. Dass ein mittelständischer Produzent wie Veka gleich eine ganze Woche einplant, ist im Vergleich ungewöhnlich.

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Für NRW-Betriebe könnte das Modell als Orientierung dienen. Gerade im Handwerk und in der Industrie fehlen Konzepte, die Azubis frühzeitig mit gesellschaftlicher Verantwortung in Berührung bringen. Eine Woche Freiraum für gemeinnützige Arbeit kostet Geld, sendet aber ein deutliches Signal nach innen und außen.

Azubis als Botschafter der Marke

Für Veka hat das Format noch einen weiteren Effekt. Wer als junger Mensch eine Woche im sozialen Bereich gearbeitet hat, verbindet seinen Arbeitgeber mit positiven Erfahrungen. Das stärkt die Bindung ans Unternehmen. In Zeiten von Fachkräftemangel ist das ein handfester Vorteil.

Gleichzeitig werden die Azubis zu Multiplikatoren. Sie erzählen in ihrem Umfeld von ihrer Ausbildung und vom Engagement des Unternehmens. Das wirkt als authentische Werbung für den Standort Sendenhorst und für Veka als Arbeitgeber.

Fazit

Die Social Week der Veka AG zeigt, dass CSR-Engagement auch im produzierenden Mittelstand praktisch umsetzbar ist. Veka macht daraus kein Hochglanzprojekt, sondern Ausbildungsalltag. Azubis mähen Rasen, sortieren Lebensmittel und führen Hunde aus. Das klingt unspektakulär. Es ist aber genau das, was viele gemeinnützige Organisationen in der Region täglich brauchen.

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