Vom Keller zum IT-Unternehmen: Isap-Gründer Assen geht
Ein Kellerraum war der Anfang. Aus diesem bescheidenen Start heraus baute Norbert Assen gemeinsam mit Mitstreitern das IT-Unternehmen Isap in Herne auf. Nun, 33 Jahre später, verabschiedet sich der Mitgründer aus dem Unternehmen. Das Ende einer langen Ära für einen der bekanntesten IT-Mittelständler im Ruhrgebiet.
Gründung im Keller, Wachstum über Jahrzehnte
Die Geschichte der Isap GmbH beginnt Anfang der 1990er Jahre. Norbert Assen und seine Mitgründer starteten das Unternehmen ohne großes Startkapital. Der Arbeitsplatz war ein einfacher Kellerraum. Solche Anfänge sind im Mittelstand keine Seltenheit. Viele erfolgreiche Unternehmen in NRW haben ähnliche Ursprünge.
Was Isap auszeichnet: Das Unternehmen wuchs kontinuierlich. Schritt für Schritt baute die Firma ihre Position im IT-Markt aus. Herne blieb dabei der Standort. Das Ruhrgebiet ist die Heimat des Unternehmens geblieben, auch als der IT-Sektor boomte und viele Firmen in größere Städte abwanderten.
Mittelstand im IT-Sektor: Behauptung über drei Jahrzehnte
Drei Jahrzehnte im IT-Geschäft zu bestehen, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Branche hat sich in dieser Zeit radikal verändert. In den frühen 1990er Jahren dominierten noch ganz andere Themen: lokale Netzwerke, erste Unternehmensanwendungen, der Beginn der PC-Ära in Betrieben.
Heute bestimmen Cloud-Computing, Cybersicherheit und Digitalisierung das Geschäft. Unternehmen wie Isap mussten sich immer wieder neu erfinden. Wer 33 Jahre überlebt, hat diesen Wandel offensichtlich gemeistert.
Norbert Assen steht für diesen langen Weg. Er hat das Unternehmen durch verschiedene Marktphasen geführt. Sein Abschied markiert einen echten Generationenwechsel.
Übergabe als Prüfstein für den Mittelstand
Unternehmensnachfolgen gehören zu den größten Herausforderungen im Mittelstand. Das gilt besonders dann, wenn ein Gründer geht. Mit ihm verlässt nicht nur ein Manager das Unternehmen. Es geht auch um Netzwerke, Kundenkontakte und unternehmerische Identität.
Laut dem Beteiligungsbericht der Stadt Herne aus dem Jahr 2021 war Norbert Assen auch in städtischen Beteiligungsgremien vertreten. Das zeigt: Er war nicht nur Unternehmer, sondern auch in die regionale Wirtschaftsstruktur eingebunden. Solche Verflechtungen sind typisch für den NRW-Mittelstand.
Die Frage, wie Isap die Nachfolge regelt, ist daher von regionalem Interesse. Gelingt der Übergang, bleibt das Unternehmen ein Anker im Herner Wirtschaftsgefüge. Scheitert er, droht der Verlust eines gewachsenen Mittelständlers.
Herne als Standort für IT-Mittelstand
Herne ist keine klassische IT-Metropole. Die Stadt steht eher für Bergbaugeschichte und Strukturwandel. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich dort ein IT-Unternehmen über mehr als drei Jahrzehnte halten konnte.
Das Beispiel Isap zeigt: Mittelständische IT-Firmen müssen nicht in Düsseldorf oder Köln ansässig sein. Auch kleinere Ruhrgebietsstädte können Heimat für erfolgreiche Technologieunternehmen sein. Voraussetzung ist ein stabiles Kundenfundament und unternehmerische Ausdauer.
Norbert Assen hat diese Ausdauer über 33 Jahre bewiesen. Sein Abgang ist deshalb mehr als ein personeller Wechsel. Er schließt ein Kapitel mittelständischer Unternehmensgeschichte im Ruhrgebiet.
Fazit
Der Abschied von Norbert Assen bei Isap in Herne steht exemplarisch für einen Prozess, der viele NRW-Mittelständler gerade beschäftigt: Gründergenerationen treten ab. Nachfolger müssen beweisen, dass sie gewachsene Strukturen weiterführen können. Isap hat die Chance, als eigenständiges Herner IT-Unternehmen zu bestehen. Ob das gelingt, hängt von der Qualität der Nachfolgeregelung ab.



