
Warmbandwerk Duisburg läuft wieder: Thyssenkrupp nach Brandschaden
Die Warmbandanlage 4 von Thyssenkrupp Steel in Duisburg läuft wieder. Das Unternehmen hat den Betrieb nach dem Großbrand vom Oktober 2025 wieder aufgenommen. Offen bleiben vorerst die Versicherungsfragen rund um den Schaden.
Brand stoppte neues Werk nach nur vier Monaten
Der Brand ereignete sich in der Nacht zum 25. Oktober 2025. Betroffen war das Warmbandwerk im Werksbereich Bruckhausen in Duisburg. Nach ersten Erkenntnissen gab es eine Verpuffung im Werk. Das Feuer konnte am frühen Samstagmorgen gelöscht werden. Verletzte gab es keine.
Das Timing traf Thyssenkrupp Steel hart. Die neuen Produktionsanlagen in Duisburg-Bruckhausen waren erst vier Monate zuvor gestartet. Der Hochlauf der Anlage stand danach still. Noch Mitte November 2025 war kein Termin für eine Wiederinbetriebnahme absehbar.
Flachstahl für Automobilindustrie betroffen
Im betroffenen Werksteil stellt Thyssenkrupp Steel Flachstahl her, der unter anderem an die Automobilindustrie geliefert wird. Stahl aus dem Duisburger Werk steckt in Fahrzeugkarosserien, Haushaltsgeräten, Fassaden und Windkraftanlagen.
Der Ausfall trifft Kunden entlang der Lieferkette direkt. Die Automobilbranche ist auf verlässliche Stahllieferungen angewiesen; Verzögerungen können dort Folgeschäden in der Produktion auslösen.
Anlage wieder in Betrieb
Thyssenkrupp Steel hat nach eigenen Angaben die Warmbandanlage 4 inzwischen wieder anlaufen lassen. Details zur genauen Brandursache hat das Unternehmen bislang nicht vollständig offengelegt.
Bekannt ist, dass es zu einer Verpuffung im Warmbandwerk kam. Solche Ereignisse sind in der Stahlproduktion ein bekanntes Risiko, da Hitze, Druck und brennbare Stoffe auf engem Raum zusammentreffen.
Versicherungsfragen noch offen
Die finanzielle Seite des Vorfalls ist noch nicht abgeschlossen. Versicherungsfragen rund um den Brandschaden sind weiterhin ungeklärt. Wie hoch der Schaden ausfällt, hat Thyssenkrupp bislang nicht mitgeteilt.
Der Konzern befindet sich seit Monaten in einem umfangreichen Umbau, Stellenabbau und Restrukturierung eingeschlossen. Ein Produktionsausfall belastet da zusätzlich.
Stahlstandort Duisburg
Thyssenkrupp Steel ist einer der größten Arbeitgeber in Duisburg. Der Standort Bruckhausen gehört zum Kernbereich des Konzerns. Kleinere Betriebe, die Thyssenkrupp beliefern oder von dessen Stahl abhängen, haben den Ausfall aufmerksam verfolgt. Ein länger anhaltender Stillstand hätte sich durch die gesamte Zulieferstruktur gezogen.
Fazit
Thyssenkrupp Steel hat nach dem Großbrand in Duisburg-Bruckhausen die Warmbandanlage 4 wieder in Betrieb genommen. Offene Versicherungsfragen und die ungeklärte Brandursache bleiben Aufgaben für die kommenden Wochen.



