Energie

Windkraft-Boom in OWL: Was Monteure in Büren täglich leisten

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Hoch oben in den Windrädern bei Büren im Kreis Paderborn beginnt der Arbeitstag früh. Windkraftmonteure klettern täglich in Gondeln, die mehr als 100 Meter über dem Boden hängen. Ihr Alltag ist körperlich fordernd und technisch anspruchsvoll.

Ostwestfalen-Lippe als Windkraft-Zentrum

Nordrhein-Westfalen baut seine Windkraftkapazitäten massiv aus. Die Region um Paderborn gehört zu den produktivsten Standorten im Bundesland.

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat den Kurs beschrieben: Der Zubau mache das Energiesystem sauber, sicher und bezahlbar. Das Land will bis zu 1.400 neue Windräder in ausgewiesenen Vorranggebieten errichten. Dazu werden derzeit Regionalpläne überarbeitet.

Der Energieatlas NRW dokumentiert, wo neue Anlagen genehmigt werden und wie schnell die Region vorankommt.

Harter Job auf großer Höhe

Wer Windräder baut und wartet, braucht mehr als technisches Know-how. Monteure tragen schweres Werkzeug auf sich und arbeiten bei Wind, Regen und Hitze. Absicherung und Konzentration sind Pflicht.

In Büren übernehmen die Fachkräfte Wartung, Inspektion und Reparatur, auch der Aufbau neuer Anlagen gehört dazu.

Fachkräfte sind Mangelware

Der Beruf ist spezialisiert. Der Ausbau der Anlagen schafft Arbeitsplätze in der Region, gleichzeitig fehlen qualifizierte Fachkräfte auf dem Markt. Für kleine und mittelständische Betriebe in OWL ist das eine ernste Herausforderung.

Viele Unternehmen bilden deshalb selbst aus. Betriebe aus dem Handwerk und dem Maschinen- und Anlagenbau sind in diesem Bereich aktiv. Sie profitieren von der Nachfrage, kämpfen aber um Nachwuchs.

Kommunen fordern mehr Mitsprache

Parallel zum technischen Ausbau läuft eine politische Debatte. Kommunen in NRW fordern eine stärkere Beteiligung an den Erträgen der Windkraftanlagen auf ihrem Gebiet. Möglichkeiten sind: Gesellschaftsanteile, günstige Stromtarife für Anwohner oder pauschale Zahlungen.

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Die Betreiberfirmen haben dafür eine Frist von einem Jahr, um sich mit den Kommunen zu einigen.

In der Region Paderborn profitieren Handwerksbetriebe, Transporteure und Servicefirmen vom Ausbau.

Neuordnung der Genehmigungen

NRW hat Genehmigungen für neue Windräder vorübergehend gestoppt. Der Grund: Das Land überarbeitet die Vorranggebiete in den Regionalplänen. Investoren hatten versucht, eine Übergangsphase zu nutzen. Das Land setzte dem einen Riegel vor.

Das Ziel bleibt, 1.400 neue Windräder in festgelegten Gebieten zu errichten. Für Unternehmen bedeutet das Planungssicherheit, aber auch Wartezeiten. Projekte verzögern sich. Die Branche nimmt das bislang pragmatisch hin.

Fazit

Ostwestfalen-Lippe steht exemplarisch für den Windkraftausbau in NRW. In Büren arbeiten Monteure täglich daran, die Energiewende sichtbar zu machen. Die Region profitiert, stellt sich aber auch Fragen: Wer leistet die Arbeit künftig? Und wer bekommt vom Ertrag etwas ab? Diese Antworten werden nicht in Düsseldorf, sondern vor Ort entschieden.

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