Wittekindshof: Praktikumsangebot nach Jobwechsel-Aktion
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Rund 5.000 Menschen haben beim Aktionstag „Schichtwechsel“ Ende September ihre gewohnten Arbeitswelten verlassen. Auch in Gronau und Ochtrup nahmen Beschäftigte der Wittekindshofer Werkstätten teil. Sie tauschten für einen halben Tag ihre Arbeitsplätze mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Unternehmen der Region. Für einen Teilnehmer liegt bereits ein Praktikumsangebot vor.
Bundesweite Aktion mit lokalem Effekt
Der Aktionstag „Schichtwechsel“ findet jährlich statt. Bundesweit beteiligten sich rund 400 Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, gegenseitiges Verständnis zwischen Werkstattbeschäftigten und Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts zu fördern. Das Prinzip: Werkstattbeschäftigte gehen in Betriebe, Unternehmensvertreter kommen in die Werkstätten.
In Gronau organisierte der Wittekindshof die Teilnahme. Der Träger betreibt Werkstätten für Menschen mit Behinderung in der Region Westmünsterland. Beim diesjährigen Schichtwechsel schauten Beschäftigte aus diesen Werkstätten in Betriebe des ersten Arbeitsmarkts hinein. Gleichzeitig nutzten Unternehmensvertreter die Gelegenheit, den Wittekindshof und seine Angebote kennenzulernen.
Konkrete Chance für einen Teilnehmer
Für die meisten Teilnehmer ist der Schichtwechsel ein einmaliger Einblick. Für einen Beschäftigten aus den Wittekindshofer Werkstätten geht die Geschichte weiter: Ein Unternehmen in der Region hat ihm ein Praktikumsangebot gemacht.
Auch im Kreis Steinfurt war das Engagement sichtbar. Landrat Dr. Martin Sommer tauschte beim Schichtwechsel für einen halben Tag den Arbeitsplatz mit einem jungen Beschäftigten.
Was Unternehmen davon haben
Für Betriebe in Gronau und Ochtrup ist der Schichtwechsel kein reines Sympathieprojekt. Viele Unternehmen in der Region suchen Fachkräfte. Werkstattbeschäftigte bringen oft handwerkliche Fähigkeiten und hohe Verlässlichkeit mit. Der Aktionstag macht das sichtbar.
Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Unternehmen und Institutionen nutzten den Besuch in den Werkstätten, um sich ein eigenes Bild zu machen. Was die Werkstätten leisten, ist vielen Arbeitgebern nicht bekannt. Der direkte Kontakt soll das ändern.
Inklusion braucht Praxis
Inklusion auf dem Arbeitsmarkt scheitert oft nicht am Willen, sondern an fehlendem Wissen. Arbeitgeber wissen nicht, welche Unterstützung es gibt. Werkstattbeschäftigte kennen die Abläufe im regulären Betrieb nicht. Der Schichtwechsel setzt genau dort an.
Das Format setzt auf einen halben Tag gemeinsame Arbeit statt Seminare oder Informationsbroschüren.
Fazit
Der Schichtwechsel in Gronau und Ochtrup hat ein konkretes Ergebnis: Ein Teilnehmer erhielt ein Praktikumsangebot. Für Unternehmen in der Region ermöglicht die Teilnahme an solchen Aktionen Einblick in ein oft unterschätztes Arbeitskräftepotenzial.



